ConnectionPoint - ein Zuhause auf Zeit

Shownotes

Seit September 2025 sind die Sozialarbeiter*innen Kim Lange und Christophe Ricaux im Stadtteil unterwegs, knüpfen Kontakte, hören zu und entwickeln gemeinsam mit Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen konkrete, tragfähige Perspektiven.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ja was glaube ich ganz wichtig ist, dass man versteht das da ganz viel Beziehungsarbeit noch alle spielt.

00:00:05: Die Jugendliche die werden uns niemals ihre privaten Probleme erzählen wenn wir die nur ein zwei Mal auf der Straße sehen sind.

00:00:10: Das kann manchmal einen halben Jahr dauern und es kann auch vier fünf Jahre dauern.

00:00:20: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von CVM Insight heute mit Kim und Chris aus dem CVTM in Oberbarmen.

00:00:29: Die sind beide Sozialarbeiter, Sozialarbeiterinnen mit einem Schwerpunkt Integration und Migration und machen großartige Arbeiten im CVTM.

00:00:38: schön, dass ihr da seid!

00:00:39: Hallo ich bin Kim und ja ich bin hier mit meinem Kollegen.

00:00:43: Chris hi schön das wir da sein dürfen.

00:00:45: Wir wollen nur ein bisschen über unsere Arbeit berichten.

00:00:47: Sehr cool so wir stellen gleich mal mitten rein mit eurer Arbeit.

00:00:51: Connection Point heißt es.

00:00:54: Wuppertal ist eine Stadt mit ganz vielen Stadtteilen, einer ist Obermarmen.

00:00:57: Da ist auch ein CVDM wie es mehrere gibt in Wuppertaal.

00:01:00: Ihr seid mitten im Stadtteil und macht was bei Connection Point?

00:01:04: Das ist ja glaube ich ein relativ neues Projekt!

00:01:06: Also der Connection point das ist ein Projekt das haben wir letztes Jahr gegründet Und das ist ein modernes Streetwork-Projekt, was ganz viele Facetten hat.

00:01:15: Also wir haben uns gedacht... Wir haben hier schon einen Jugendtreffel im Oberbaum in CVJDM und dachten uns, wir wollen das ein bisschen neu machen und auch ein bisschen mehr Jugendliche erreichen.

00:01:24: also wir erreichen jetzt gerade so vierzig-fünfzig Jugendliche am Tag und wir dachten ums.

00:01:28: wir versuchen aber noch etwas mehr auf die Jugendlichen einzugehen und ein bissel mehr Kapazitäten für die Jugendlichens zu haben.

00:01:33: So ist das Projekt eigentlich entstanden und dann dachten wir uns wir wollen auch auf die Straßen gehen.

00:01:39: Institutionen kommen, sondern dass wir auch zu den Jugendlichen aktiven gehen.

00:01:43: Also aufsuchende Jugendarbeit treiben.

00:01:45: Das bedeutet das wir auf die Straßen gehen und in die Schulen reingehen.

00:01:49: Und dass wir versuchen die Jugendlichen so gut wie es geht zu uns zu bringen und für sie da zu sein.

00:01:53: Wir beraten unterstützen vernetzen machen Angebote mit denen also alles mögliche was man sich vorstellen kann.

00:02:00: Also Connection Point bedeutet eigentlich so dass wir alle miteinander vernetzten und halt da sind ja.

00:02:05: Oh wow!

00:02:06: Das heißt ihr seid Weiß ich nicht.

00:02:08: Ein, zwei, drei Mal die Woche oder vielleicht auch jeden Tag das könnt ihr gleich noch mal erzählen auf der Straße in Oberbaum.

00:02:13: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:02:14: Ihr seid da einfach und die jungen Leute kennen euch.

00:02:16: oder wie geht sowas?

00:02:17: Also die aktuelle Situation ist so Das können wir schon sehr lange im C-Fahrer im Oberbaum arbeiten Beide circa sieben bis acht Jahre.

00:02:24: Und wir über die Generation hinweg viele Familien kennenlernen durften, Geschwisterkinder.

00:02:29: Teilweise haben wir Kinder betreut von dem sechsten Lebensjahr bis jetzt in die Weiterfindeschule.

00:02:33: einige Kinder, die wir kennen sind mittlerweile erwachsen.

00:02:36: Achtzehn machen jetzt den Führerschein und verlassen den C-Fort M langsam.

00:02:40: Da ist aber auch unser Anspruch so ein bisschen, die eventuell eine andere Funktion hier zu behalten.

00:02:44: Unsere Arbeit sagt aktuell in der Form dass wir probieren zweimal die Woche bis dreimal auf die Straße zu gehen durch die üblichen, sag ich mal, Spots in Oberbaum zu laufen und gucken wo wir da Jugendliche antreffen.

00:02:55: Die eventuell auf der Straße sind weswegen auch immer vielleicht gerade von der Schule raus.

00:02:58: Vielleicht doch einfach weil das deren Ort ist wo sie sich gerne auffalten Und probieren mit den Kindern ins Gespräch zu kommen mit den Jugendlichen und die hier an den Ziffern im Oberbaum Anzubinden und probieren dass wir die halt in unserer offenen Arbeit oder eventuell betreuen können.

00:03:12: und die Arbeit mit den Schulen ist so was wir uns vorgestellt haben Das es halt auch wichtig ist in der Lebensrealität der Jugendlichen stattzufinden.

00:03:19: Kinder und Jugendliche sind aktuell am meisten in der Schule, teilweise acht Stunden.

00:03:23: Und wenn man dort vor Ort ist und eventuell dort eine coole Basis schaffen kann – dass man sagen kann, ey guck mal wir waren jetzt hier was wir in Form von Sportprojekten machen.

00:03:31: da können wir nicht auch beide noch einen Sportschein haben und da halt auch Angebote machen dürfen die Kim tanzt regelmäßig ich mache Fußballangebote und mach sowas wie ein Kraftsport-Angebot und dort dann die Kinder und Jugendlichen in ihrer Lebensrealität der Schule zu erreichen auf uns zu verweisen und sagen, ihr könnt gerne zu uns kommen.

00:03:47: Wenn mal was ist, was über den Schulrahmen hinaus wichtig ist, Probleme die ihr habt dann sind wir für euch da.

00:03:52: Ihr könnt mit uns sprechen!

00:03:53: Und wir haben noch durch die Vernetzung, die wir auch betreiben Ansprechpartner für Probleme wie zum Beispiel wenn es psychische Erkrankungen oder ähnliches gibt oder einfach Redebedarf herrscht Dann sind wir da und eventuell auch in einer anderen Funktion als es ein Lehrer ist Als es eine Familie auch sein kann weil's da auch kulturelle Differenzen gibt und vielleicht auch manche Sachen nicht so angesprochen werden können Wie wir es vielleicht kennen von zu Hause.

00:04:15: Super, ich will noch mal kurz nachfragen wie muss ich mir das vorstellen wenn ihr auf die Straße geht?

00:04:21: Also habt ihr irgendwie keine Ahnung eine Tasche mit da ist was zu essen und was zu trinken drin hat irgendwie eine besondere Jacke.

00:04:27: Ich bin Street Worker oder also natürlich wahrscheinlich nicht so aber also erzählt man wie das ist Und ich sag mal vielleicht auch noch Ist es ja im Sommer anders als im Winter.

00:04:37: Also wir gehen tatsächlich immer als Kim und Chris auf die Straße, also wir gehen halt einfach als wir selbst.

00:04:41: Wir haben jetzt auch nichts Besonderes an oder dabei das einzige was wir immer in den Jackentaschen haben sind unsere Visitenkarten.

00:04:48: da stehen dann einmal unsere Sozialmedien drauf also der Connection Point soziale Medien und unsere Erreichbarkeitsnummer worüber wir einfach erreichbar sind.

00:04:56: Und dann gehen wir jetzt auf die Strasse und versuche Jugendliche erstens wie wir vielleicht kennen nochmal anzusprechen und auch die anzusprechend die uns noch gar nicht kennen wo wir sagen können, hey, wir laden euch mal auf den Döner ein.

00:05:08: Habt ihr Lust?

00:05:09: Habt Ihr

00:05:09: Hunger?".

00:05:10: So halt!

00:05:11: Wir sprechen die wirklich aktiv an so was geht.

00:05:14: wie geht's euch?

00:05:15: Was macht sie so?

00:05:16: HabTiHunger, habt ihr Durst oder habt ihr heute Abend noch nichts vor?

00:05:19: Habte vielleicht Lust zu uns kommen?

00:05:21: Da gibt es auch was warmes zu essen... Oder hier gibts heute Fußball, hier gibt es heute Tanzen und habt ihr Lust eine Runde Billard zu spielen?

00:05:27: Also wir besprechen die ganz aktiv an und manchmal ist das auch so dass man die Gesichter kennt und dann nicht sagt gehst du nicht mit dem und denen in einer Schule?

00:05:34: Das hab ich schon mal gesehen.

00:05:36: Oder bist du nicht in der?

00:05:36: und ja Klasse?

00:05:37: Und dann ist meistens das Eis sogar gebrochen, also hier im Oberbaum ist es ganz cool.

00:05:41: Alle sind irgendwie miteinander vernetzt man kennt irgendjemanden über drei andere Personen und so was, da's immer ganz cool weil so kann wir eigentlich fast immer ins Gespräch.

00:05:49: oder wie sehen Jugendliche wieder?

00:05:50: die haben mich schon fünf sechs Jahre nicht gesehen und das hatten mir zum Beispiel erst gerade gestern.

00:05:54: Da kam ein Jugendlicher den haben wir seit sechs Jahren nicht gesehen.

00:05:56: auf einmal steht er da und wir so oh mein Gott wie toll dich zu sehen und er war halt total froh dass wir den noch erkennen und hat uns auch von alten Zeiten erzählt.

00:06:03: Also sowas ist halt total schön Ja.

00:06:05: Oh, wow!

00:06:06: Also das heißt ihr sagt wenn wir rausgehen auf die Straße dann sind wir nochmal anders mit jungen Leuten in Kontakt, Kinder und Jugendlichen, die wir natürlich in unseren Jugendtreff einladen einen CVM und so... Die Straße macht den Unterschied dass sie nicht erst zu uns kommen müssen sondern dass wir zu ihnen kommen.

00:06:25: also das heißt ja wahrscheinlich erlebt er auch Jugendliche die AA nicht zumindest ist eine Frage die eher auf der Straße leben weil sie sagen zu Hause ist eigentlich quasi gar nicht auszuhalten und es gibt andere, die trefft ihr auf der Straße.

00:06:37: Die sind halt da gerade zufällig weil sie irgendwie den Döner essen oder weil sie Schocken gehen oder keine Ahnung.

00:06:41: was ist das so als auch total gemischt?

00:06:43: Ja also ich glaube dass es am besten zu beschreiben der Situation das ja Kim und ich jahrelang in einer OGS tätig waren vom TV oder hier oben.

00:06:49: Sag mal kurz was ist OGS?

00:06:50: Eine

00:06:51: Ganztagsschule.

00:06:51: also nach der vierten Stunde in einer Grundschule können dann die noch im Nachmittagsbereich bei uns den offentalt haben weil viele Eltern arbeitstätig schon bis sechzehn Uhr sind dann nicht hinterm bei uns, kriegen dort eine warme Mahlzeit.

00:07:02: und das war halt die Arbeit von Kim und mir bevor wir jetzt in diesem Projekt wirklich verankert sind.

00:07:06: Und kannten daher schon viele Kinder.

00:07:08: und dann kommen also Situationen wie gestern zustande.

00:07:10: da ist ein Junge der war vier Jahre bei uns in einer Einrichtung Dann haben wir mehrere Jahre nicht gesehen.

00:07:14: und dann kommt er gestern einfach durch einen zufälligen Moment wahrscheinlich durch Freunde Zu uns.

00:07:18: in die Einrichtungen freut es ungemein und auf der Straße ist das so.

00:07:21: Da muss man sich das so vorstellen dass die Gespräche Auf einer ganz niederschwelligen Ebene teilweise beginnen.

00:07:27: Also wir sind wirklich einfach vor Ort.

00:07:29: durch die Situation, dass wir halt schon so ein bisschen bekannter sind im Viertel kommt es einfach zu diesen Gesprächen und dann probiert man auf der niederschwälligsten Ebene einfach einen Kontakt zu schaffen um dann zu sagen hey wenn du magst da und da sind wir kommen gerne vorbei oder?

00:07:42: Du weißt ja wo wir sind du warst ja früher schon bei uns komm doch gerne wieder!

00:07:46: Wir haben ein bisschen was neu gemacht und wollen jetzt nochmal auf eine anderen Ebene probieren euch vielleicht ein cooles Angebot zu schaffen und ich glaube geben wir uns gerade als team unfassbar viel mühe dass da wirklich angebote geschaffen werden die den teenager in ihrem alter gerecht werden und dass wir dann ein bisschen mehr auf die eingehen.

00:08:01: Ja, was glaube ich ganz wichtig ist, ist das man versteht, dass da ganz viel Beziehungsarbeit noch eine Rolle spielt.

00:08:07: also die Jugendliche, die wir auch nicht so oft erreichen vielleicht nur ein zwei Mal sehen im Monat.

00:08:11: es ist ganz wichtig irgendwo anzubinden weil sie werden uns niemals ihre privaten Probleme erzählen wenn wir die nur ein zweimal auf der Straße sehen.

00:08:18: Es ist ganz ganz wichtig, dass wir mit den Momente schaffen und mit denen auch eine Art Beziehung aufbauen wo die wissen ey Ich kann ihn vertrauen Die sind hier für mich, die sind da für mich oder Boah mir geht's jetzt schlecht ich wirklich diesen einen Kontakt, den ich vielleicht anrufen kann oder wo ich weiß die sitzen hier jeden Tag.

00:08:33: Ich kann ja einfach mal kurz vorbeikommen und denen was erzählen ist aber ganz ganz wichtig dass wir das erstmal aufbauen und das kann manchmal ein halbes Jahr dauern es kann manchmal auch vier fünf Jahre dauern bis uns dann Jugendliche endlich mal erzählen was denn wirklich vielleicht zu Hause abgegangen ist oder was für Probleme in der Schule sind.

00:08:47: also das ist ganz ganz lange Arbeit und das ist nicht immer nur so okay wie kennen jetzt durch eins zwei Mal sehen sondern man muss immer und immer und Immer wieder einfach erreichbar sein um für die da sein.

00:08:57: Ich würde mich gleich nur interessieren, ob ihr die eine oder andere Geschichte erzählen könnt.

00:09:00: Die euch selber sehr berührt hat oder im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

00:09:05: Aber ich frage erst nochmal, ihr geht also los?

00:09:07: Also ihr schlendert sozusagen den Stadtteil oder habt ein paar Standorte an denen ihr seid... Kinder und Jugendliche mit der Zeit auch wüssten, okay?

00:09:15: Also ich montag, sechzehn Uhr bis siebzehnt Uhr sind in der Regel Kim und Chris.

00:09:18: In der Nähe von dem Spielplatz oder was auch immer.

00:09:21: Das würde mich nur interessieren wie er da sozusagen vorgeht.

00:09:23: und gibt es dann Kinder und Jugendliche die schon auf euch warten.

00:09:26: Die sagen ey cool!

00:09:27: Ich weiß dass ihr da und da kommt ihr seid verlässlich.

00:09:29: Ich würd nicht in Jugend treff kommen aber ich weiß das ihr dann auf der Straße unterwegs seid.

00:09:32: Was auch immer

00:09:33: Dadurch, dass wir schon so lange in dem Stadtteil sind, wissen die Standorte wo die Jugendlichen abhängen.

00:09:38: Das sind's zum Beispiel auf den Spielplätzen am Bahnhof.

00:09:41: hier in Oberbaum ist das sehr viel.

00:09:43: dann gibt es hier noch sehr viele Schulen direkt bei uns im Umkreis also vielleicht so zwei hundert drei hundert Meter Luftlinie.

00:09:49: dort hängen sie halt auch sehr oft rum und dann versuchen wir diese Standorte einmal abzuklappern.

00:09:54: sozusagen sehen wir am meisten Jugendliche.

00:09:58: Die wissen dann meistens, okay, wir gehen jetzt gerade da und in der Schule vorbei ... Manchmal spricht sich das auch rum, manchmal sieht man einfach immer mehr oder es gibt den Oberbaum ein paar Veranstaltungen.

00:10:08: Hier ist zum Beispiel auf die Kirmes und dann gehen wir einmal über die Kirmes

00:10:12: z.B.,

00:10:12: da sehen wir ganz viele Jugendlichen.

00:10:14: Ich

00:10:15: glaub wichtig ist einfach, dass wir Präsenz zeigen, diese Regelmäßigkeit einhalten, dass die Jugendlichen und Kinder halt auch wissen, neben der Schule Oben ist halt die Realschule hier in der Gegend.

00:10:25: Da sind wir halt einfach oft und auch die Uhrzeiten sind immer relativ gleichbleibend, und daraufhin werden wir doch von den Kids angesprochen.

00:10:31: Die kennen uns dann auch durch Kinder, die wir schon kennen oder Jugendliche.

00:10:34: Kommt doch wieder zu neuen Kontakten weil dann auch mal wieder andere Schüler dabei sind, die vielleicht noch nicht kannten.

00:10:38: Und dann kommt doch da zum Austausch und ja zur Einladung hier ins TV.

00:10:41: Könnt ihr

00:10:42: vielleicht so ein-zwei Geschichten erzählen?

00:10:45: Kurz wo einander kattet, die haben euch wirklich selber sehr berührt.

00:10:49: Also insbesondere dann die Geschichten, die Kinder und Jugendlichen mit euch auf der Straße teilen über Reignissituation.

00:10:54: Ich kann eine Kiste erzählen das ist schon ein bisschen was her.

00:10:57: Das hat mich auch glaube ich noch mal mehr in die Kinder-und-Jugendarbeit hier reingebracht.

00:11:00: Schon einige Jahre her das war nicht bei der Streetwork Arbeit aber ja an Oberbaum gibt es leider viele Probleme muss man ehrlich sagen.

00:11:05: Es ist viel Schönes hier muss man auch hervorheben aber leider auch viele Situationen die wirklich nicht schön sind.

00:11:11: und es gibt hier Probleme bei einigen Familien und bei einigem Kindern die auch in Richtung gehen wie Prostitution und ähnliches.

00:11:18: Und da gab es damals einen Vorfall, wo ich erfahren habe, dass es Jugendprostitution gibt, Kinder- und Jugendpronstitutionen... ...und als ich das erfahren habe hab' ich das erst mal eine Woche lang wirklich aus den Schuhen gehauen.

00:11:27: also Ich bin hier aufgewachsen, bin hier groß geworden und an denen Spielplätzen, wo sich David als Kind gespielt hatte, passiert sowas.

00:11:33: Also wenn ich das erfahre, dann habe ich vieles hinterfragt.

00:11:36: Das bringt es am besten auf den Punkt.

00:11:38: Es hat mich sehr traurig gemacht.

00:11:39: Da bin ich glaube ich zu dem Punkt gekommen, dass ich so für mich gemerkt habe die Arbeit macht dann am meisten Sinn Wenn ich mich davon freimache, Kinder retten zu wollen.

00:11:47: Sondern wenn ich mich dem Gedanken hingebe zu sagen... ...ich möchte Kindern in der Zeit wo ich es kann eine schöne Zeit bereiten vielleicht hier auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern den hier im geschützten Rahmen den wir als TV-Ad ermieten können.

00:11:59: oder das Connection Point möchte für die Kids da sein und darüber hinaus wird es Sachen geben die kann nicht ändern.

00:12:04: aber das ist glaube ich so die Geschichte die mich am meisten bewegt hat was uns jetzt auch noch ständig an unsere Arbeit irgendwie ja bewegt und alltäglich antrifft.

00:12:12: Also ich kann jetzt auch nicht aktiv einen Fall benennen, da es natürlich sein kann dass die Jugendlichen das auch hören und allem drum und dran.

00:12:18: Aber was wir halt tagtäglich mitbekommen ist häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch und leider auch der Weg in die Prostitutionen.

00:12:26: Das sind einfach Begleiter, die sind da... Nicht unser alltäglicher Begleiter, also ich will jetzt nicht sagen Oberbaum lebt nur davon.

00:12:34: Also die Jugendlichen haben nur die Probleme aber sie sind auf jeden Fall da und da darf man auch nicht die Augen verschließen sondern muss auch aktiv dann da sein.

00:12:41: und dadurch ist es doch wichtig dass wir halt unseren Werkzeugkoffer dabei haben wo wir dann wissen okay wir können uns an die und die wenden das ganz ganz wichtig deswegen betreiben.

00:12:49: wir hat auch sehr viel Netzwerkarbeit im Hintergrund weil wir einfach sagen, wir beraten und unterstützen.

00:12:55: Aber irgendwo hört unsere Arbeit ja auch in dem Sinne auf dass wir dann auch nicht psychologisch begleiten können.

00:13:01: zum Beispiel Wir begleiteten dann zu den Terminen zum Beispiel zur psychosozialer Beratung.

00:13:05: da sind wir dann aktiv dabei.

00:13:08: Aber wir können das nicht leisten, weil wir ja keine Psychologen oder Ärzte sind.

00:13:12: Das ist halt auch das, was für Clown deutlich den Jugendlichen besprechen.

00:13:17: Wir haben Kontakt mit dem Jugendamt und der Polizei aber alles immer nur mit Rücksprachen.

00:13:22: Wir sind immer ... Hört sich vielleicht falsch an, aber wir sind pro-jugendlich.

00:13:26: Hier steht auf der Seite des Jugendlichen.

00:13:27: Wir werden jetzt nicht von irgendetwas erzählt, aktiv die Polizei rufen und sagen, wir stellen einen Strafanzwege.

00:13:33: Also wir sind immer für die Jugendlichen zu finden, genau.

00:13:39: Ne super es hat ja auch viel mit Vertrauen dann in euch als Personen zu tun.

00:13:43: und klar da muss man sensibel mit umgehen.

00:13:45: das ist bestimmt auch nicht immer einfach und ich sag mal sagt ihr beide erlebt dass er herausfordernde Dinge die jetzt vielleicht eurem Lebensalltag nicht so entsprechen aber dem Arbeitsalltag und die auch hier mit euch was machen was ermutigt euch denn gibt zur orte wo ihr dann wisst da kann ich selber für mich gut sein unterstützt mich jemand all das, oder ich habe vielleicht auch sowas wie eine Supervision.

00:14:07: Oder wo erzähle ich das was ich auf der Straße lebe?

00:14:09: Ihr wisst was ich meine.

00:14:10: Mir hilft ganz, ganz doll die Dankbarkeit der Jugendlichen und auch die Erfolgsgeschichte, die man hat.

00:14:16: Jugendliche, die zum Beispiel bei uns sind, wir kennen sie schon sehr lange und auf einmal erzählen, dass sie jetzt den Führerschein anstatt und eine Ausbildung machen.

00:14:23: Das sind so diese kleinen Erfolgserlebnisse, die mir auf jeden Fall noch mal demut geben, meine Arbeit ist gut und mal eine Arbeit ist auch wichtig.

00:14:29: oder auch wenn die uns erzählten, wir sind lieber hier als zu Hause, hört vielleicht im ersten Moment sehr krass an aber dann denke ich mir so wow!

00:14:36: Wir machen ja irgendetwas richtig das Sie sich endlich mal gesehen fühlen und gehört fühlen.

00:14:40: Das finde ich ganz schön.

00:14:42: Und auch generell ist, glaube ich ganz wichtig da so nähe das Tanzverhalten aufzubauen.

00:14:46: Weil wir müssten halt auch natürlich unser Privatleben schützen und auch ganz klar sagen, dass es die Arbeit und das mein Privat Leben... Also das ist ganz ganz wichtig als Sozialarbeiter da seinen Weg zu finden, da irgendeinen Ausgleich zu haben, dass man das nicht... alles mit nach Hause nimmt und auch sagt, ich hab mein Bestmögliches heute gegeben.

00:15:03: Mehr kann ich nicht tun, das ist ganz wichtig.

00:15:06: Aber diese kleinen Erfolgserlebnisse, die wir wirklich haben und einfach dieses Gefühl ... Diese Jugendlichen kommen jeden Tag freiwillig hin.

00:15:11: Das ist kein Zwang.

00:15:12: Die kommen hierhin, weil sie mit uns Zeit verbringen wollen.

00:15:15: Das is ein schönes Gefühl, was mich irgendwie bestärkt.

00:15:18: Und jedes Mal dieses Lächeln, wenn die reinkommen sagen oder ... Wir ärgern uns auch gegenseitig Jugendlichem.

00:15:24: Das gehört dazu, dass man sich mal ein paar Sprüche drückt oder einfach da ist und das zeigt mir so ... wir gehören dazu!

00:15:30: Wir sind jetzt keine Menschen, die irgendwie über den steht.

00:15:33: Wir sind auf einer Ebene und tauschen uns gegenseITich aus.

00:15:36: Genau.

00:15:37: Ein paar Spucke drücken.

00:15:38: Spannend!

00:15:39: Das

00:15:39: kann Mr.

00:15:40: Kim eigentlich nur anschließen.

00:15:41: Er wollte aber noch hinzufügen, dass er natürlich noch ein ganz wichtiger Aspekt doch einfach das Team ist was wir hier haben also... Wir haben hier wirklich ein sehr, sehr starkes Team.

00:15:49: Sehr viele Leute, die zusammenarbeiten auch gerade die Kim und ich.

00:15:51: Ich glaube wir verstehen uns auch noch persönlich sehr gut.

00:15:53: Können daraus halt auch nochmal diese Kraft in der Arbeit auch noch was ziehen und wissen halt da ist jemand auf dem man sich verlassen kann.

00:15:59: Und das wollte ich nochmal hervorheben.

00:16:00: Auch einfach dass man hier weiß wenn man mal einen Problem hat oder etwas was einem belastet auch auf der arbeitstechnischen Ebene.

00:16:05: Haben wir hier immer Ansprechpartner die für uns da sind?

00:16:07: Da kann man auch mal einen Herr Schäckern nennen wo wir mit allen Problemen zu ihm geben können, der uns da unterstützt und uns auch hilft.

00:16:13: Das ist der Leiter des Ziffert im Oberbaum ne?

00:16:15: Genau!

00:16:16: Und auch andere Kollegen, also wenn da Sachen aufkommen, wissen wir einfach, wir haben jemanden zum Sprechen.

00:16:21: Sehr gut!

00:16:25: als Privatperson im Stadtteil unterwegs seid?

00:16:27: Oder sagt er, das wacht bei gar nicht mehr.

00:16:29: Wenn ich einen Wuppertaserbe unterwegs sein will, gehe ich eben nicht nach Oberbaum, wer es immer sein könnte und ich treffe ein Kind an Jugendliche oder muss ihn sagen ... Ich hab jetzt gerade frei!

00:16:36: Das ist ja auch nicht immer ganz einfach, ne?

00:16:38: Wie geht der damit um?

00:16:39: Also ich lebe aktiv hier nicht in dem Stadtteil also ich bin halt damals auch hier in der Nähe groß geworden aber ich habe mich aktiv dafür entschieden in den anderen Stadtteil zu ziehen damit ich da auch die klare Grenze habe.

00:16:49: natürlich kann's auch mal sein dass Jugendlichen sich auch in einem anderen Stadtteil aufhalten Aber dann grüßt mal halt kurz, sagt sich kurz hallo und dann ist auch die klare Grenze.

00:16:58: Dass man einfach wieder zwei getrennte Wege geht.

00:17:01: also ich arbeite schon jeden Tag hier bis fast neunzehn zwanzig Uhr und am Wochenende versuche ich dann eher vielleicht nicht hier im Stadtteil rumzulaufen.

00:17:08: genau

00:17:09: Bei mir ist es ganz anders.

00:17:11: Ich wohne direkt nebenan, ich habe so ungefähr fünf bis zehn Minuten Fußweg.

00:17:16: Das Gute ist das für die Kinder und Jugendlichen doch schon irgendwie ein anderer Kontinent.

00:17:20: Also selbst wenn es nur dieser Fußweg ist, geht es in eine andere Richtung.

00:17:22: Das ist halt nicht der Bereich wo sich die Kids aufhalten mit denen wir täglich zu tun haben.

00:17:27: aber... Es ist ganz lustig.

00:17:29: Manchmal macht man abends um neunzehn Uhr Schluss und geht zu Fuß nach Hause, dann trifft man noch ein paar Jugendliche und die Arbeitszeit ist ja natürlich vorbei.

00:17:35: aber die Gespräche sind trotzdem schön.

00:17:37: Wenn man nochmal Kids sieht oder Jugendliche sieht, die da vielleicht schon ein paar Tage nicht gesehen hat... Da fallen mir so ein paar konkrete Beispiele auch ein.. Dann muss man lachen!

00:17:45: Und dann lebt man sie natürlich ein und sagt hey morgen bin ich wieder da oder am Montag?

00:17:48: Tatsächlich bringt das auch mal was außerhalb von diesem Arbeitskosmos die Kids zu treffen.

00:17:53: Auch wenn ich durch die Stadt gehe, da kann ich auch für die Kim sprechen und man dann irgendwie mal in Eberfeld ist, dass es dann auch noch mal ein anderer Stadtteil ist, der bei uns so die Einkaufsstraße und ähnliches beinhaltet.

00:18:01: Da trifft man schon manchmal Jugendliche und die wissen auch, dass dann nicht der Arbeitsraum ist um diese dann auch immer ein bisschen zurückhalten.

00:18:07: Das finde ich mal ganz lustig weil sie hier ganz eng sind und dann trifft einen Food Looker oder ähnliches und dann kommt eine Hei und schön nichts zu sehen bis wir morgen da.

00:18:15: also da finde ich ist schon die Distanzen in dem vernünftigen Rahmen.

00:18:19: Aber es ist schon immer schön, die Kids natürlich auch haushalten zu können.

00:18:21: Was jetzt momentan ein bisschen lustig ist, dass wir in einem Fitnessstudio sind und da jetzt auch ganz viele Jugendliche sind, sie sind da auch angemeldet das natürlich dann auch immer ein bisschen Lustig sich dann einfach zu sehen.

00:18:31: vor allem die wollen ja dann auch was machen Sie denn in Ihrer Freizeiten?

00:18:34: Das finden die da ganz lustig wenn man sich dann irgendwie bei sowas begegnet.

00:18:37: Ja

00:18:38: aber sie haben gleichzeitig eine Sensibilität, das ist ja auch toll!

00:18:41: So jetzt ist der Ziffert Emmi an Christlia vereint.

00:18:43: Ich sage mal, glaube das ist ja dann einfach immer zu kommunizieren weiterzugeben in einem Kirchenraum bei einer Freizeit oder sonst irgendwas.

00:18:50: Spielt trotzdem glaube auch in eurer Arbeit irgendwie eine Rolle also irgendwie ne Rolle unbedingt.

00:18:56: wer wird davon alle leben und es weitergeben?

00:18:58: das meine ich damit gar nicht.

00:18:59: na aber Ist es auch dann manchmal wirklich konkretes Gesprächsthema?

00:19:02: Also ich würde sagen, das ist sehr persönlich.

00:19:04: Ich kann ja nur für mich sprechen und ich weiß nicht wie's bei Kim ist.

00:19:07: Bei mir ist es so dass Glauben für mich schon einen Stellenwert hat der mir auch wichtig ist.

00:19:11: Ich klebe ihn wahrscheinlich nicht aktiv aus wie es andere tun.

00:19:13: Ich gehe nicht regelmäßig in die Kirche.

00:19:14: Ich nehme mal ab und zu hier an den Abend ein Teil die im CV stattfinden Und würde aber sagen Das da einfach eine große Hürde ist das viele der Jugendlichen und Kindern die wir erreichen nicht den christlichen Glauben teilen was keine Hürde in dem Sinn ist dass man jetzt mit denen ich über Gott reden kann.

00:19:29: Ich finde es ist auch spannend da den Austausch zu haben und zu gucken wie's ist bei eurer Religion, was haben wir für Ähnlichkeit?

00:19:34: Was für Unterschiede!

00:19:35: Und da haben wir wirklich eine richtig coole Gemeindereferentin bei uns die da auch richtig cool junge Angebote anbietet das dann auch noch wirklich so diese Arbeit stattfindet Offenen Arbeit würde ich sagen, spielt das auf meine persönlichen Ansicht nach eine Rolle.

00:19:49: Weil wir die Werte mitgeben.

00:19:51: Ich werde nicht aktiv die Kit auf der Straße über Glauben ansprechen aber allein dass wir da sind Nächsten liebe zeigen Dass wir probieren den Kindern einen Ort zu geben wo sie in einem gesicherten Rahmen einfach sein können wie Sie sind Das ist ja alles Die Liebe die dieser Verein und die dieser Glaube mit sich bringt.

00:20:05: Und das muss ich dann nicht aktiv aussprechen.

00:20:07: das macht einfach unsere Arbeit an sich Und ich glaube, da werden auch immer die Werte des TV's.

00:20:11: Das ist auch bei uns und mit drin in den ganzen Regelungen wie der Verein laufen soll was für Werte wir mitgeben wollen.

00:20:16: das ist einfach Teil unserer Arbeit.

00:20:18: Es ist öfter Thema weil ganz viele Jugendliche, die auch neu sind dann natürlich direkt die Frage stellen und bist du Christ?

00:20:23: Bist Du Muschel?

00:20:23: Was für eine Religion hast du?

00:20:24: von wo kommst du?

00:20:25: Das interessiert die enorm!

00:20:27: Das ist meistens der erste Ansprechpunkt der da entsteht.

00:20:30: Ich glaube, da kann man ganz offen mit der Situation umgehen und dann auf Ähnlichkeiten verweisen und darauf ansprechen.

00:20:36: Vielleicht auch mal gegenseit zu der Unterschiede herausarbeiten und gucken wo sind denn die Unterschiede?

00:20:39: Und wo sind Gemeinsamkeiten?

00:20:41: Dass man immer wieder diesen gemeinsamen Nenner findet, dass am Ende dieser Glaube für alle wichtig ist und deswegen würde ich schon für mich persönlich sagen das es eine Rolle spielt.

00:20:48: ja

00:20:48: Ja, also im nächsten Monat fängt ja auch Ramadan an.

00:20:51: Und wir haben zum Beispiel mit den Jugendlichen besprochen, dass wir dann zusammen vielleicht mal Fasten zusammenbrechen und so was.

00:20:56: Also das ist denen ganz wichtig, dass die da vielleicht ein bisschen unterstützen.

00:21:00: Die sind halt auch ganz stolz.

00:21:02: Wenn Ramadan ist, erzählen sie uns

00:21:03: z.B.,

00:21:04: dass die mit uns zusammen das Fasten brechen.

00:21:06: Wir haben Datteln abends in dem Jugend trefft da.

00:21:09: Letztes Jahr war es meistens um neunzehn Uhr durften die das Faste brechen und dann haben die das vor uns gemacht.

00:21:13: Wir waren total stolz, dass sie den ganzen Tag geschafft haben.

00:21:17: Als wir die dann auch noch so ein bisschen bestärkt haben, wie cool und sowas.

00:21:20: Oder wir machen mal nächstes Jahr einen Abend, machen wir das mal zusammen oder so?

00:21:23: Dann sind sie halt immer richtig stolz darauf.

00:21:25: Und fragen dann auch so ja, wie ist es denn bei euch macht ihr das nicht auch?

00:21:29: Das ist dann immer ganz, ganz toll, dass Sie dann so erzählen vor allem.

00:21:32: Dann haben wir halt auch immer vor Ostern ja auch die Fastenzeit und so.

00:21:35: Dann interessiert sich das natürlich auch.

00:21:36: Wie läuft's denn bei Euch?

00:21:38: Ja genau.

00:21:39: Sehr cool!

00:21:39: Vielen Dank Kim und Chris.

00:21:40: ich könnte noch lange mit euch reden über den Connection Point.

00:21:43: Danke für eure Inspiration, für euren Mut, eure Leidenschaft.

00:21:46: Ich wünsche euch viel Segen für eure Arbeit und danke

00:21:49: fürs Gesprächen.

00:21:50: Ja, sei

00:21:52: da.

00:21:54: Ciao!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.